Fussschutz



Sicherheitsschuhe S1 / S1P


Sicherheitsschuhe S2 / S2P


Sicherheitsschuhe S3


Berufs- und Spezialschuhe


Zubehör

Informationen zum Fussschutz


Bei bestimmten Tätigkeiten und in bestimmten Berufen sind Arbeitsschutzschuhe gesetzlich verpflichtend zu tragen. Alleinig oder als Teil der persönlichen Schutzausrüstung dienen Arbeitsschutzschuhe dem Schutz der Gesundheit des Arbeitnehmers.

Allgemeine Hinweise


Vor der Auswahl und dem Einsatz von Fußschutz hat der Unternehmer eine Gefährdungsermittlung durchzuführen, die insbesondere beinhaltet:
  • Art und Umfang der Risiken
  • Risikodauer
  • Risikowahrscheinlichkeit 
  • Arbeitsbedingungen
  • persönliche Konstitution
Ein Gefährdung ist weder an bestimmte Tätigkeiten noch an Berufe gebunden, sondern dann vorhanden, wenn mit Fußverletzungen, insbesondere durch:
  • Stoßen
  • Einklemmen
  • umfallende, herabfallende oder abrollende Gegenstände
  • Hineintreten in spitze Gegenstände
  • heiße oder ätzende Flüssigkeiten
  • mit anderen gesundheitsgefährlichen Umgebungseinflüssen zu rechnen ist
Der zu verwendende Fußschutz muß den Normen DIN EN 345 bis DIN EN 347 entsprechen. 

Wann müssen Sicherheitsschuhe getragen werden

Der Einsatz des jeweiligen Fußschutzes muß sich nach der Art der Gefährdung richten. Diese sind zwar ihrer Art nach bekannt, unbekannt ist jedoch, wann sie tatsächlich auftritt. Fußschutz ist deshalb vorbeugend immer dann zu tragen, wenn eine Gefährdung nach menschlichem Ermessen nicht ausgeschlossenen werden kann.




















Sicherheitsschuhe


Nach Feststellungen der Berufsgenossenschaften sind etwa 20% der Arbeitsunfälle Fußverletzungen. Die unterschiedlichen Gefährdungen der individuellen Arbeitsplätze machen unterschiedliche Sicherheitsschuhe Klassen erforderlich.

Es gibt nach den berufsgenossenschaftlichen Regeln für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit (191 bzw. GUV-R 191) mehrere genormte Kategorien:


SB - Grundanforderungen (FO)
S1 - Zusatzanforderungen (A+FO+E)
S1P - Zusatzanforderungen (A+FO+E+P)
S2 - wie S1, zusätzlich bedingte Wasserdichtigkeit (A+FO+E+WRU)
S3 - wie S2 und zusätzlich durchtrittsicher (A+FO+E+WRU+P)
S4 - wie S1, aber als wasserdichter Stiefel
S5 - wie S4, zusätzlich durchtrittsicher

Zusatzangaben:

A - antistatische Schuhe
C - leitfähige Schuhe
- Energieaufnahme im Fersenbereich
P - Durchtrittsicherheit
CI - Kälteisolierung
HI - Wärmeisolierung
FO - Öl- und benzinresistente Sohle
HRO - Verhalten gegenüber Kontaktwärme
SRA - Rutschhemmung (Testverfahren: Keramikfliese/Reinigungsmittel)
SRB - Rutschhemmung (Testverfahren: Stahlboden/Glycerin)
SRC - Rutschhemmung (Testverfahren: SRA und SRB bestanden)
WR - Beständigkeit des gesamten Schuhs gegen Wasserdurchtritt und Wasseraufnahme
WRU - Beständigkeit des Schuhoberteils gegen Wasserdurchtritt und Wasseraufnahme


Was sind eigentlich ESD Schuhe ? 


ESD
Electrostatic Discharge
Elektrostatische Entladung als Potenzialausgleich zwischen aufgeladenen Körpern durch direkten Kontakt oder Überschlag.
Die Folgen: Latente Schwächungen
Defekte oder Störungen, die durch Entladungen statischer Elektrizität nach einiger Zeit und unter spezifischen Bedingungen an elektronischen Bauteilen entstehen.
Logische Konsequenz:
ESD-Schuhe sollten benutzt werden, wenn die Notwendigkeit be­steht, eine elektrostatische Aufladung durch Ableiten der Ladungen zu vermindern. Verschmutzung, Feuchtigkeit und die Temperatur können den elektrischen Widerstand beträchtlich verändern. Dem Benutzer wird daher empfohlen, eine Vor-Ort-Prüfung des elektrischen Widerstandes regelmäßig durchzuführen. In Bereichen, in denen ESD-Schuhe getragen werden, sollte der Boden­widerstand so sein, dass die vom Schuh gegebene Schutzfunktion nicht aufgehoben wird.

Warnhinweis: ESD-Schuhe sind nicht geeignet für Elektriker bzw. bei Arbeiten an mit elektrischer Spannung führenden Quellen.